Hypnose

Wer kennt sie nicht: Die Angst vor dem Zahnarzt. Hier kann Hypnose helfen. Sie baut Ängste ab und läßt Beruhigung eintreten. Hypnose ist eine Technik der tiefen Trance und des Erlangens innerer Ruhe. Sie ist deshalb gerade in der Zahnmedizin sicherlich ein hilfreiches Instrument.

Hypnose wurde früher mit Schlaf gleichgesetzt. In der griechischen Mythologie war Hypnos der Gott des Schlafes. Hypnose und Schlaf sind jedoch verschiedene Bewußtseinszustände. Anders als in der Hypnose ist die Reflexintensität im Schlaf deutlich reduziert. Eine schlafende Person ist sich in der Regel ihres Zustandes nicht bewußt. Dies kommt in Hypnose nur äußerst selten vor (spontane Amnesie).

Durch moderne medizinische Hypnose wird der Patient in einen entspannten Trancezustand versetzt, in dem er sich auf angenehme Vorstellungsbilder konzentriert. Er befindet sich mental an seinem Ruheort und hat „den Mund zur Reparatur abgegeben“. Im Trancezustand schaltet der rationale Teil des Gehirns ab – der Patient kann alle unangenehmen Empfindungen ausblenden und sich während der Zahnbehandlung wohlfühlen. Der Puls ist ruhig, der Blutdruck niedrig, eine tiefe Bauchatmung sorgt für Schwere und Wärme des Körpers, die gesamte Muskulatur ist entspannt. Dadurch wird ängstliche Verkrampfung vermieden, der Zugang zum OP-Gebiet erleichtert und der Zahnarzt kann an einem entspannten Patienten präzise, zügig und konzentriert arbeiten.

Die Hypnose ist ein bewährtes Verfahren, um eine subjektive Zeitverkürzung zu erfahren, d. h. die Zeit der Behandlung erscheint dem Patienten erheblich kürzer. Deshalb lassen sich vermehrt auch Patienten unter Hypnose behandeln, die normalerweise keine Probleme mit dem Zahnarztbesuch haben.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß Hypnose für jeden Patienten eine enorme Erleichterung des Behandlungsablaufes und zudem eine Bereicherung darstellen kann. Unsere kreativen Ressourcen liegen im Unbewußten. Durch Hypnose werden Kraft, Stärke, Selbstbewußtsein und Selbstheilung aktiviert. Patienten berichten häufig über ein tagelang anhaltendes Wohlbefinden nach der Behandlung, das sogar die Behandlung selbst nebensächlich erscheinen läßt. Und einige bekommen mit dem neuen „Biss“ einen neuen Job oder neuen Lebensmut.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter Veröffentlichungen.

Für weiterführende Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne auch persönlich zur Verfügung.

Die Vorteile einer Behandlung unter Hypnose liegen auf der Hand:

  • weniger oder keine Medikamente
  • eine bessere Blutungskontrolle
  • weniger Nachbeschwerden
  • Verbesserung der Wundheilung
  • Angstreduktion und Beruhigung
  • Bewältigung akuter Schmerzen

Die zahnmedizinische Indikation einer Behandlung unter Hypnose:

  • Zahnarztangst
  • Spritzenallergie und -unverträglichkeit
  • Bruxismus (Zähneknirschen und die damit verbundenen Folgen)
  • Würgereiz

Während der Behandlung kommt es zu verbesserter Blutstillung und Heilung des Wundgebietes. In der zahnmedizinischen Prothetik werden die erforderlichen Abdrücke exakter, da der Speichelfluß reduziert und der Würgereiz gestoppt werden. Die zahnärztliche Funktionsdiagnostik profitiert ebenfalls von der Hypnose, da Kiefergelenksbeschwerden durch Verringerung von Zähneknirschen und -pressen deutlich minimiert werden. Durch die Erhöhung der Schmerzschwelle kann eine drastische Reduzierung der Anästhetikamenge erfolgen. Eine schmerzfreie Behandlung unter Verzicht auf jegliche Anästhesie funktioniert interessanterweise gerade dann sehr gut, wenn eine Spritzenallergie oder -phobie oder der dringende Wunsch des Patienten nach Behandlung ohne Spritze vorliegt.

Angstpatienten

In den meisten Fällen entsteht Zahnarztangst durch eine oder mehrere unangenehme Erfahrungen während der Zahnbehandlung.

Eines ist sicher – es braucht Geduld und liebevolle Aufmerksamkeit, einem Kind Angst zu nehmen. Das wissen Sie als Eltern am besten. Was in diesem Zusammenhang für den Zahnarztbesuch ratsam ist, haben wir hier aufgeschrieben.

Psychosomatik

In der Psychosomatik gehen wir davon aus, dass Krankheiten niemals nur und ausschließlich organisch bedingt sind, sondern dass immer auch das Gesamtbefinden – also der psychische Zustand – des Patienten eine große Rolle spielt. Dies gilt für die Allgemeinmedizin genauso wie in der Zahnmedizin. Klassisches Beispiel hierfür ist das Zähneknirschen. Tagsüber aufgebaute Spannungen werden nachts durch Zähneknirschen kompensiert. Eine Folge dieses Zähneknirschens kann dann beispielsweise Parodontose sein.

Für derart bedingte Krankheiten haben wir es uns in unserer Praxis neben dem klassisch-medizinischen Ansatz auch zur Aufgabe gemacht, psychotherapeutisch Unterstützung zu geben. Durch frühzeitiges Erkennen psychosomatischer Zusammenhänge kann so auch vermieden werden, dass Erkrankungen chronisch werden.